Fleisch und Eiern von Hühnern (Legehennen und Masthühner)

Illustration Küken und Chickennugget

Hühner in der Massentierhaltung sind die leidgeprüftesten Lebewesen auf Erden. Sie leben je nach „Gebrauchsart“ im Durchschnitt nur 3 Monate (Masthuhn) bis 2 Jahre. Unter natürlichen Bedingungen können Hühner bis zu 10 Jahre alt werden.

Legehennen werden in vielen Ländern auch heute noch in winzige Käfigbatterien gepfercht, wo sie sich kaum bewegen können und unter enormen Stress geraten. Dadurch picken sich Hühner gegenseitig zu Tode. Dasselbe gilt für Masthühner, welche in Hallen zu Abertausenden gehalten werden.

Viele Hühner können die schnelle Gewichtsaufnahme nicht bewältigen und verenden qualvoll. Männliche Küken werden direkt nach der Geburt geschreddert, vermust oder vergast, da sie sich weder für die Legehaltung eignen noch für die Fleischproduktion rentieren.

Durch ihre geringe Körpergröße müssen für die gleiche Fleischausbeute ca. 50x mehr Hühner gequält und getötet werden, als es bei Rindern oder Schweinen der Fall ist.

Ausführliche Angaben zu den Lebensbedingungen von Hühnern sind auf der Seite der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt zu finden.

Statusmeldung von Marie (23.12.2013 – † voraussichtlich 2023)

„Datum (19.01.2016)

Lieber Leser, liebe Leserin

geboren wurde ich am 23.12.2013. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mit meinen Brüdern und Schwestern in einem Kasten war. Dann haben Menschen mich und meine Schwestern von unseren Brüdern auf verschiedene Bänder geworfen. Es war so schrecklich „schluchz“.

Ich habe gesehen wie alle meine Brüder in eine Maschine gesaugt wurden. Unter der Maschine kam nur noch eine rote, dickflüssige Masse heraus. Ich hätte mich beinahe übergeben. Nach ein paar Wochen begann mein Leben als Legehenne, Eingepfercht zwischen Tausenden meiner Artgenossen wusste ich gar nicht mehr, was ich überhaupt noch empfinden soll.

Ich habe meine Mitgefangenen angepickt und diese mich, ob wohl wir das gar nicht wollten. Unsere Knochen sind unter dem Gewicht zusammengebrochen. Jeden Tag habe ich mit ansehen müssen, wie einige meiner Artgenossen tot aus den Käfigen geholt und sofort andere arme Seelen als Ersatz reingesteckt wurden.

Irgendwann kamen wir alle aus den Käfigen raus und wir hatten ein paar Sitzstangen, aber wirklich anders war das Leben nicht. Auch von diesem Zeitpunkt an lebten wir alle in einer qualvollen Enge.

Im Gegensatz zu meinen Mitlebewesen Ben, Leonie und Noah werde ich weiterleben und zwar ein glückliches Leben! Eines Tages kamen Menschen zu uns. Dies ist schon mal passiert, aber diesmal hatten die Menschen gar keine Kapuzen auf und haben ein paar von uns mitgenommen.

Neben mir noch Lisa, Jonas, Amelie, Niklas und Clara. Ich kann dir gar nicht sagen wie dankbar ich für diesen Tag bin. Nun kann ich endlich mit meinen Freunden die Landschaft erkunden, die Sonnenstrahlen auf meinem Gefieder spüren, Spiele spielen, mich ausruhen und auch mal in mich gekehrt sein.

Das Einzige was mich traurig macht ist die Sache, dass so viele meiner Artgenossen immer noch dieses schreckliche Leben führen müssen. Aber meine Befreier haben mir schon gesagt, dass sich hier gerade das Blatt wendet.

Immer mehr Menschen erfahren, wie es uns wirklich geht und sehen nicht mehr nur unser totes Fleisch, abgepackt in Folie oder nur unsere Eier in der Pappschachtel, sondern sie sehen UNS. Und für Eier und Chicken Nuggets brauchen wir wirklich nicht mehr zu sterben. Hier gibt es längst eine ganze Reihe an pflanzenbasierten Fleisch- und Eiersatzalternativen.

Damit der Wandel noch schneller voranschreitet, bitte ich dich uns zu unterstützen, indem du diese Seite oder das Befreiungsvideo

mit dem Codenamen „Offene Befreiung“ mit deinen Freunden, deiner Familie und deinen Bekannten teilst.

Danke!

Marie“